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DER DIENER ZWEIER HERREN

Komödie von Carlo Goldoni

Sommertheater am e-werk
Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar
Premiere 16. Juni 2023

„Sieh mal an, was die Liebe alles vermag.“

Der Kaufmann Pantalone sähe es zu gerne, dass Tochter Clarice den reichen Frederigo Rasponi heiratet. Als er jedoch von Rasponis Tod erfährt, verlobt er Clarice kurzerhand mit Silvio, dem Sohn des Dottore. Für Clarice und Silvio, die einander aufrichtig lieben, eine glückliche Fügung. Da taucht der totgeglaubte Rasponi auf und will seine Ansprüche geltend machen. Mit ihm platzt auch sein Diener Truffaldino in die Geschichte. Der wiederum hat sich, da er seine Kasse aufbessern und was zwischen die Zähne bekommen will, auch dem kürzlich angereisten Florindo anempfohlen und wird so zum namhaften Diener zweier Herren. Um nicht aufzufliegen, setzt Truffaldino nun alles daran, dass seine Geldgeber nicht aufeinandertreffen. Das Chaos ist vorprogrammiert. Was der umtriebige Diener und zunächst auch sonst niemand ahnt, ist, dass sich im Gewand Rasponis dessen Schwester Beatrice verbirgt, die wiederum die Geliebte von Florindo ist. Das Durcheinander, das Truffaldino erzeugt, dürfte also eine weitere, verblüffende Wendung nehmen.

 

1746 uraufgeführt, später übrigens auch von Goethe hier in Weimar inszeniert, gilt Carlo Goldonis berühmtestes Bühnenstück mit seinem Figurentableau als Paradebeispiel und Höhepunkt der Commedia dell´arte: dreiste Diener und kluge Zofen, geizige Patriarchen und geschwätzige Dottores. Und inmitten des Trubels die Verliebten, die durch das Treiben der anderen erst einmal ins Unglück stürzen, bevor ihnen das ersehnte Glück widerfährt. Hinter den Kapriolen, die Goldonis Bedienstete schlagen, verbirgt sich jedoch mehr als nur eine Laune. Zielscheibe sind die üblen Machenschaften korrupter Adliger und geiziger Dienstherren, die ihre Angestellten geradezu zwingen, sich trickreich gegen sie aufzulehnen. Goldoni verleiht dem bis dato als verachtens- und verspottenswert gezeigten dienstbaren Volk so Würde und menschliches Antlitz. Darin liegt die große Kraft seiner Komödien, die bis heute nichts an Raffinesse, Witz und Charme eingebüßt haben.

Team:

Swaantje Lena Kleff (Regie)
Philip Rubner (Bühne)
Friederike Lettow (Kostüme)
Ludwig Peter Müller (Live-Musik)
Eva Bormann (Dramaturgie)

Candy Welz (Fotos)

Besetzung:

Isabel Tetzner (Beatrice Rasponi, reist als Federigo Rasponi

Martin Esser (Florindo Aretusi, ihr Amant)

Janus Torp (Truffaldino, Diener der Beatrice und des Florindo)

Nahuel Häfliger (Pantalone de‘ Bisognosi)

Annelie Korn (Clarice de‘ Bisognosi, seine Tochter)

Johanna Geißler (Dottoressa Lombardi, Silvios Mutter)

Calvin-Noel Auer (Silvio Lombardi, ihr Sohn)

Bastian Heidenreich (Brighella, ein Wirt)

Nora Quest (Smeraldina, eine Zofe)

Fabian Hagen (Der Bademeister)

Ludwig Peter Müller (Live-Musik)