DER STURM

von William Shakespeare
 
Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar
Premiere 26. Mai 2022
 

Eine einsame Insel im Nirgendwo, eine gestrandete Schiffs-Crew und jede Menge Magie – klingt nach »Fluch der Karibik«, ist aber Shakespeares »Der Sturm«. Das vermutlich letzte vollständige Werk des Dramatikers, das bereits zu seiner Entstehungszeit um 1610 die Frage nach Macht und ihrem Missbrauch stellte, hat an Aktualität nichts eingebüßt.

Der Zauberer Prospero, rechtmäßiger Herzog von Mailand, wurde infolge eines Putsches samt seiner Tochter Miranda auf eine entlegene Insel verfrachtet. Von ihm, der sich nach 12 Jahren Exil seiner Schuld bewusst ist, erfahren wir, dass er seine Position als Herzog und die damit einhergehende Verantwortung für sein Volk zugunsten der Studien seiner Bücher vernachlässigte und die Geschicke des Landes in die Hände seines Bruders Antonio legte. Der nutzte die Gunst der Stunde, verbündete sich mit Alonso, dem König von Neapel, und stürzte seinen eigenen Bruder, um an die alleinige Herrschaft über Mailand zu gelangen. Ein klassischer Staatsstreich! Prospero, der sich selbst zum Herrscher über die Insel und deren Bewohner, Caliban und den Luftgeist Ariel, erklärte, schmiedet einen Racheplan: Mit Hilfe Ariels beschwört er einen tosenden Sturm auf offenem Meer, wo sich auf einem Schiff König Alonso und Antonio samt Gefolge befinden. Der Plan geht auf: Die gesamte Besatzung landet kurzerhand verstreut auf der Insel. Prosperos Schmach soll hier Vergeltung finden. Dabei wird auch Ferdinand, Sohn König Alonsos, zur Schachfigur seines Rachefeldzugs. Denn Prospero initiiert eine Begegnung zwischen Ferdinand und Miranda, die sich auf der Stelle ineinander verlieben. Und diese Liebe ist benutzbar!

Swaantje Lena Kleff (Regie)
Philip Rubner (Bühne)
Miriam Schubach (Kostüme)
Ludwig Peter Müller (Musik und Geräusche)
Lisa Evers (Dramaturgie)                                                                                                                     

Termine
26. Mai 2022